Zutaten:

  • 6 Eier
  • 6 EL Frischkäse
  • Nicht ganz eine Packung Weinstein-Backpulver
  • Sesam zum Bestreuen

 

Variationsmöglichkeiten und Mengenangaben:

  • Die Menge reicht gut für 4 Personen (2 Erwachsene, 2 Kinder) mit einer Beilage (Gemüsepfanne, Kichererbsenaufstrich, Kartoffelsalat).
  • Ich könnte mir vorstellen, dass das Rezept auch mit Kräuter-Frischkäse gut ist.
  • Statt Sesam eignen sich gehackte Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, schwarzen Sesam oder auch Chia Samen.

 

Zubereitung:

  • Eier trennen.
  • Eiklar zu Schnee schlagen (eventuell mit einer Prise Salz).
  • Inzwischen Frischkäse mit dem Eidotter und dem Backpulver verschlagen.
  • Eischnee unter die Eidotter-Masse heben.
  • Kleine Kleckse auf ein Backpapier machen und mit Sesam bestreuen.
  • Bei 160°C Umluft für ca. 15-20 Minuten in den Backofen. Die „Brötchen“ sollen leicht braun sein.

 

Servieren:

  • Pikant: Mein Mann und ich haben die „Brötchen“ zu einer Gemüsepfanne mit Kürbiskernpesto gegessen. Die Kinder hatten noch etwas übrigen Kartoffelsalat von Mittag dazu.
  • Als Burger oder Falafel: Fülle zwischen zwei „Brötchen“ Gemüsesticks, Fleischlaibchen, Bohnenmus (Kichererbsenaufstrich), Salat, gedünstetes Gemüse, etc.
  • Zu Ofengemüse
  • Süß: Die „Brötchen“ schmecken bestimmt auch mit Marmelade, Honig, Apfelmus bzw. Fruchtmus oder Nussmus sehr gut.
  • Kleine Info zum Geschmack: Die „Brötchen“ schmecken nicht wirklich wie Gebäck, eher wie Omelette. Sie sind sehr fluffig und total lecker.

 

Informationen zum Gericht:

  • Die Brötchen sind gut verträglich bei Histamin- und Fructoseunverträglichkeit, sowie bei Leaky gut. Empfehlenswert sind sie auch zum Aufbauen des Magen-Darm-Systems.
  • Eier sind SEHR nährend, wirken Blut aufbauend und sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, vor allem bei Frauen, VegetarierInnen, Kindern, Schwangeren und Stillenden. Einzig bei einem akuten Infekt sollte man auf Eier verzichten, weil sie schwer verdaulich sind. Bei einem Infekt hat der Körper genug zu tun und braucht leicht verdauliche Kost. Worte übers Cholesterin spare ich aus, weil es eine gewisse „Übersättigung“ an – „Eier Cholesterin Mythos“ gibt. Solltest du darüber noch nichts gelesen haben, weiß Dr. Google bestimmt Bescheid ;).
  • Wenn du zu Feuchtigkeit im Körper neigst, also Übergewicht, Ödeme, Abszessen, Akne, viele Infekte mit Schnupfen/Husten, Mittelohrentzündungen, etc. dann solltest du mit Milchprodukten immer vorsichtig sein und sie wenig essen.
  • Die "Brötchen" in Kombination mit (gedünstetem, beratenem oder Ofen-) Gemüse und/oder Hülsenfrüchteaufstrich wirken weniger befeuchtend als mit Wurst und/oder Käse gegessen.
  • Ich bin immer auf der Suche nach schnellen, glutenfreien Rezepten fürs Abendessen oder Frühstück. Ich persönlich finde es gerade mit Kindern nicht ganz so einfach auf 2-4 glutenfreie Tage in der Woche zu kommen.

 

  • Warum 2-4 glutenfreie Tage? Für eine ausführliche Antwort würde ich dir von Georg Weidinger „Der Goldene Weg der Mitte“ empfehlen.
  • Hier nur kurz zusammengefasst:
    • Man unterscheidet eine echte Glutenunverträglichkeit (Zölliakie) und eine sogenannte Glutensensitivität. Bei einer echten Glutenunverträglichkeit muss man lebenslang auf Gluten verzichten. Bei dieser Erkrankungen können Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Bei einer Glutensensitivität nicht! Trotzdem vertragen beide Gruppen glutenhaltige Nahrungsmittel nicht – glutensensitive Personen vertragen nach einer längeren Karenz oftmals wieder geringe Mengen glutenhaltiges Getreide oder auch Hartweizenprodukte wie Couscous und Bulgur und Dinkel, Emmer, Einkorn und Co., aber WEIZEN NICHT.
  • Neueren Studien, Beobachtungen von Ärzten und Untersuchungen zufolge, sind beide Erkrankungen im Steigen begriffen. Man weiß bisher nicht genau warum. Ausgegangen wird davon, dass die Überzüchtung/Überdüngung des Weizens zu einer Reaktion des Immunsystems im Darm führt und es in Folge dessen zu einer Entzündung im Darm kommt, die unterschiedlichste Auswirkungen im gesamten Körper haben kann. Außerdem könnte der übermäßige Verzehr von Weizenprodukten zu einer Reaktion des Immunsystems führen. Symptome einer Glutensensitivität können sein: Kopfschmerzen, Migräne, chronische Verdauungsbeschwerden, Schlaflosigkeit, Verhaltensstörungen, Probleme am Knochen- oder Gelenkapparat, Müdigkeit, Erschöpfung, Hautprobleme, Immunschwäche, Übergewicht, Rheuma, Arthritis, etc.

 

  • Weidinger erzählt in seinem Buch von einem sehr eindrucksvollen Fall. Er hatte ein Mädchen mit einer starken Knieentzündung in Behandlung. Weder Akupunktur noch Kräuter hätten eine Heilung gebracht. Zölliakie konnte im Blut nicht nachgewiesen werden. Er empfahl der Mutter dennoch, das Mädchen ein Monat glutenfrei zu ernähren. Nach diesem Monat war die Entzündung im Knie verschwunden. MEHR NOCH: Die Mutter hatte natürlich für die ganze Familie (sich und die Schwester des Mädchens) glutenfrei gekocht. Die Mutter hatte jahrelang unter Migräne gelitten, die nach diesem Monat verschwunden war. Genauso wie die Allergien der Schwester.

 

  • Man weiß also noch nicht zu 100% WARUM genau, aber man weiß ZU 100%, dass beim Weglassen von Gluten die Entzündungsbereitschaft im Körper sinkt!!!

 

  • ICH PERSÖNLICH (!!!) glaube sehr stark an die Theorie mit der Überzüchtung und vor allem der Überkonsumation! Gluten ist in beinahe JEDEM Nahrungsmittel, dass es im Supermarkt zu kaufen gibt: allen Broten, Brötchen, Torten, Kuchen, Fertiggerichten, Croissants, Knabbergebäck, Semmeln, Teigwaren, Knödel, Mehlspeisen, Pizza, etc. Oft kommt GLUTEN DREIMAL täglich oder öfter auf den Teller.
  • Ich bin DAVON überzeugt: ALLES, WAS MAN IM ÜBERMASS KONSUMIERT ist schädlich!!!
  • Ich weiß, da wiederhole ich mich wie eine alte Schallplatte, aber auch, wenn ich z.B. dreimal täglich Brokkoli essen würde, würde ich irgendwann eine Allergie gegen Brokkoli entwickeln.

 

  • DESHALB unterstütze ich die Theorie, dass man nicht täglich GLUTEN essen sollte. Es gibt so unglaublich viele Getreidesorten und leckere Gerichte auf dieser Welt...

 

  • ICH FÜR MEINE FAMILIE habe einfach beschlossen, dass wir nicht täglich GLUTEN essen und ich empfehle es auch gerne meinen KlientInnen mit großem Erfolg!!!
  • Was halte ich von gänzlich glutenfrei essen? Ich habe das einige Wochen probiert. Es haben sich bei mir, genauso wie bei meinem Mann und den Kindern positive Wirkungen gezeigt. Allerdings bleiben BEI UNS diese Wirkungen bestehen, wenn wir ab und zu Gluten essen. Bei täglichen Gluten-Konsum, über 2-3 Wochen, merke ich allerdings wieder Veränderungen ins Negative...Stichworte: Niklas Haut, Gabriels Infekte, meine Müdigkeit, etc. DESHALB: NICHTS IM ÜBERMASS - ABWECHSLUNG AM SPEISEPLAN - FREUDE IM LEBEN - FREUDE AM KOCHEN - AUF DEN KÖRPER und SEINE SIGNALE ACHTEN! :) :) :)