„Yin und Yang….“

 

YIN UND YANG

 

Das Yin und Yang Symbol ist wohl eines der bekanntesten Symbole auf Erden. Die Bedeutung ist, meiner Meinung nach, wunderschön. Das Symbol spiegelt den immerwährenden Kreislauf der Natur und des Lebens wider. Yin und Yang bilden eine Einheit. Sie sind immer untrennbar miteinander verbunden. Yin und Yang bedingen sich gegenseitig. Das eine kann nicht ohne das andere existieren. Auf den Tag (hell) folgt die Nacht (dunkel). Auf den Sommer (warm) folgt der Winter (kalt). Ohne Tag gäbe es keine Nacht und ohne Nacht gäbe es keinen Tag. Ohne hell zu kennen, könnten wir auch die Dunkelheit nicht erkennen und umgekehrt. Selbst wenn es scheint, als würden sich Dinge ausschließen, gehören sie zusammen: z.B. Freude und Trauer scheinen sich auszuschließen – man kann scheinbar glücklich oder traurig sein – ABER: Ohne die Trauer zu kennen bzw. wie es ist, traurig zu sein, könnten wir uns nicht freuen und Glück erleben. Wir würden es gar nicht schätzen.

 

 

Yin und Yang schließen sich also nie aus, sondern gehen fließend ineinander über. Die Halbkreise sind einmal größer und einmal kleiner. Das bedeutet, dass man zu jeder Zeit beides in sich trägt und beides existiert. Wenn Yin sich ausdehnt, zieht sich Yang zurück. Am Morgen wird es erst dämmrig, bevor es wirklich hell wird und abends wird es langsam finsterer, bevor es dunkel ist. Der Winter geht nicht von einer Sekunde zur anderen in den Sommer über, dazwischen liegt der Frühling. Genauso geht der Sommer fließend in den Herbst und Winter über.

 

YIN YANG
Frau Mann
Erde Himmel
Mond Sonne
Nacht Tag
Schatten Licht
Dunkel Hell
Kalt Warm
Herbst/Winter Frühling/Sommer
Norden Süden
Materie Energie
Wasser Feuer
Feuchtigkeit Trockenheit
Ruhe Bewegung
Passiv Aktiv
Empfangend Schöpfend
Weich Hart
Substanz Funktion
Negativ Positiv
Unten Oben
Innen Außen
Schwach Stark
Klein Groß
Rechts Links
Tal Berg
Ungerade Zahl Gerade Zahl
Blässe

Rötung

 

Für die Gesundheit ist es wichtig, dass Yin und Yang im Gleichgewicht sind. Jede Krankheit entsteht aufgrund eines Ungleichgewichts von Yin und Yang. In unserer Gesellschaft herrschen Yang Aspekte vor – Härte, Stress, Hektik, Leistung. Yin kommt leider zu kurz, also Ruhe, Entspannung und ein Leben im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten. Die TCM sieht darin den Grund für Zivilisationskrankheiten. Anders ausgedrückt: Alle Zivilisationskrankheiten sind die Folge einer Yin-Vernachlässigung.

 

Also: Yang ist im Körper die Wärme, Energie, das Qi, die Aktivität und die Lebensfreude. Ein Yang-Mangel zeigt sich in Kälte(gefühl, ständigem Frieren), Müdigkeit, Blähbauch und depressiven Verstimmungen. Yang-Fülle zeigt sich als Hitze(gefühl), Schwitzen, Sodbrennen, Aggressivität und Wut. Yin sind im Körper alle Körpersäfte (Speichel, Schweiß, Tränenflüssigkeit, Vaginalflüssigkeit, Sperma, Gelenkschmiere), Blut (damit ist auch Muttermilch gemeint, nicht nur das fließende Blut), die Essenz, das Zentralnervensystem, Knochen, Zähne, Haare, Nägel, Haut, Muskeln, Gewebe und Sehnen. Yin hat die Funktion, Hitze zu kühlen. Wenn man zu wenig Kühlflüssigkeit hat, ist zu viel Hitze und Trockenheit da. Das zeigt sich in schwachen Nerven, Nachtschweiß, Haarausfall, Erschöpfung (Burn-out), Trauer, Schlafstörungen, etc.

 

Ernährungstechnisch ist es immer wichtig, das Yin zu nähren, vor allem aber, wenn es im Mangel ist oder droht in einen Mangel zu kommen (in der Schwangerschaft, den Wechseljahren, bei Menstruation, Operationen, etc.). Man sollte auf Bitteres (z.B. Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein) und Scharfes (Alkohol, Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Lammfleisch, Chili, Tabasco, Pfeffer, Muskat, Zimt, Rauchen) verzichten bzw. es stark reduzieren. Yin aufbauen kann man mithilfe von Getreide (vor allem Mais, Weizen, Dinkel), Gemüse (vor allem grünes Gemüse, rote Rüben, Karotten), Datteln, Feigen, Mandeln (auch Mandelmus), Eier, Goji Beeren, Hülsenfrüchten. Ganz wichtig für das Yin ist auch Entspannung und zur Ruhe kommen. :)

 

Für genauere Tipps kontaktieren Sie mich bitte.

 

Jing - Essenz

 

Jing ist auf Deutsch übersetzt die Essenz und bedeutet das Extrakt, damit ein Mensch überhaupt lebensfähig ist. Es gibt zwei Ursprünge dieses Jings. Das vorgeburtliche Jing oder auch Erbessenz, welches jedem Menschen von seinen Eltern vererbt wird. Es ist ähnlich dem vorgeburtlichen Qi und zuständig für den Werdegang eines Menschen. Das nachgeburtliche Jing oder auch „Nähr-Qi“ wird durch Nahrung und Atmung aufgenommen. Es unterstützt und erhält das vorgeburtliche Jing.

 

Diese beiden Essenzen bilden die Nierenessenz, welches in der Niere gespeichert ist und für die Bildung von Gehirn, Knochen, Blut, Sperma usw. gebraucht wird. Abgesehen davon ist es zuständig für die körperliche und geistige Entwicklung sowie die Fortpflanzung.

 

Shen

 

Shen ist der Geist, quasi die materielle Form von Qi. Der Shen ist zuständig für das Bewusstsein, Denken, Gedächtnis, den Schlaf und wie Georg Weidinger immer schön sagt, die „Lebensfreude“, „der Sinn des Lebens“. Der Shen fühlt sich wohl, wenn viel Blut im Herzen ist. Blut wird von der Milz produziert, unserem Verdauungsorgan. Wenn die Milz gut Blut produziert, fühlen sich alle Organe und auch der Shen wohl. Shen bedeutet also, zu strahlen und Glück zu besitzen.

 

ZUM ABSCHLUSS:

Vor allem nach TCM gilt: Körper und Seele sind eine Einheit und es gilt seinen Körper mit passenden Nahrungsmitteln zu versorgen, ihn ausreichend zu bewegen und etwas für seine Psyche zu tun.

 

Bei Fragen kontaktieren Sie mich! Ich freue mich auch über Kommentare :).

 

Für mehr Informationen zur TCM lesen Sie auch folgende Artikel: Grundbegriffe der TCM - Lebensenergie Qi, 5 Elemente in der TCM, Frühling - TCM: Element Holz, Ernährung nach TCM

 

Interessante Literatur:

Die Heilung der Mitte“ von Georg Weidinger

Die Chinesische Hausapotheke“ von Georg Weidinger