"Schlafentzug ist die wirksamste Foltermethode... Vermute ich." 

Gerade poppte eine "Wie dein Baby schlafen lernt" bei mir auf Facebook auf... Wie verlockend nach diesen furchtbaren Nächten derzeit 😴🥴😵... 

 

Wieviel Geld Menschen auf diesem Sektor machen können bzw. ausgeben - UNGLAUBLICH!

Wie verzweifelt man sein kann 😅!

Wie unglaublich hart und welche Folter doch Schlafmangel ist!

Zu was einen Schlafmangel treibt...

 

Ja und genau dort bin ich: Müde... Einfach müde... Nach 4 Monaten ohne durchgeschlafene Nacht und mit dem Wissen, dass es noch dauern kann bis wieder eine kommt 😬🥴... 

 

ABER ICH HABE ERFAHRUNG UND ZWAR FOLGENDE:

 

Bei meinem ersten Kind habe ich Unmengen Bücher gekauft und gelesen - aus Verzweiflung und Erschöpfung. Nicht vorhandene Energie in Schlaftrainings gesteckt usw. 🤷🏼‍♀️😅

 

Fazit: Gabriel hat erst mit drei Jahren durch geschlafen (zumindest meistens) und richtig stabil mit gut 4-5 Jahren. Es hat quasi nichts geklappt... 🥴

 

Bei meinem zweiten Kind habe ich eigentlich alles gleich gemacht und er hat geschlafen mit gut 10 Monaten und stabil durch mit etwa 3 Jahren...💪

 

DAS HEIßT: Ja, es gibt bestimmt "Fehler" die man machen kann, die am Durchschlafen hindern können. Das weiß ich aus meinen Beratungen - diese sind aber sehr Baby-Mama-Papa-Spezifisch und nicht zu verallgemeinern! Aber es gibt auch die Babys, die trotz der "Fehler" (durch) schlafen und es gibt die Babys, die auch ohne die "Fehler" zwar besser, aber nicht immer durch schlafen...

 

Ich habe schon viele Eltern mit Tipps begleitet, aber alles hilft nur bedingt und begrenzt. Jedes Kind hat seine Zeit, auch, wenn es mir nicht passt... Und als Mama kommt man an die Grenze! Man glaubt oft, ES GEHT NICHT MEHR, ABER MAN HAT KEINE WAHL UND ES GEHT...

 

❤️❗DREI DINGE, DIE MIR WIRKLICH GEHOLFEN HABEN:

 

1. Eine Aussage meiner ersten Hebamme: "Glaub mir, wenn du wirklich nicht mehr kannst, spürt es dein Kind und es kommt eine oder mehrere bessere Nächte. Dein Kind braucht dich und schaut auf dich." Das stimmt schon... 

 

2. Ein weiser Spruch: "Wir bekommen die Aufgaben, die wir bewältigen können." Auch, wenn es oft schwer ist, dass zu glauben, ich vertraue darauf! Irgendwer glaubt, ich schaffe das 😅 - irgendwer glaubt scheinbar mehr an mich als ich 😜... 

 

3. Rein wissenschaftlich: die Definition von Durchschlafen bedeutet für Babys im ersten Lebensjahr 6 Stunden durchgehender Schlaf! 10-12 Stunden sind eigentlich noch nicht möglich! Auch, wenn wir es gern hätten... Mein Kleiner schläft also eigentlich schon manchmal durch und ich bin trotzdem hundemüde... Von 19Uhr bis 1 oder 2Uhr - nur leider danach nur mehr 2-3 Stunden... Sprich in guten Nächten kommen wir bis halb 6...in schlechten bis 3/4 Uhr morgens (und die überwiegen 😣)...und dazu kommen Nächte, wie die letzten, wo er bereits um 23 Uhr das erste Mal wach war und alle 1-2 Stunden was gebraucht hat 😱... 

 

Also liebe Mamas (und Papas) mit Schlafmangel: Wir sind HeldInnen...und es geht vorbei!

 

Und, wenn ihr Tipps oder Anregungen braucht, holt euch Hilfe...

 

Hier hätte ich ein paar Tipps:

🔸Babys brauchen einen Rhythmus! Das gibt Sicherheit! Das heißt nicht, dass ihr täglich exakt zur gleichen Zeit die gleichen Dinge tun müsst, aber eben ein Stück weit - z.B. Essen, Spielen, Schlafen, Essen, Spielen, Schlafen...

🔸Abendritual... Das sollte wirklich täglich gleich sein - z.B. Baden, Massage, Essen, Schlafen im Bett

🔸Achte auch tagsüber auf Müdigkeitszeichen (Augen reiben, etc.) - dann gleich schlafen gehen, sonst droht Überreizung und damit schlechtes Einschlafen und oder kürzerer Schlaf.

🔸Nachts nur im Notfall wickeln.

🔸Nachts nur im Notfall Licht.

🔸Nachts im Liegen stillen (wenn möglich).

🔸Nacht ist Nacht - nach Möglichkeit nicht Aufstehen... Im Liegen beruhigen.

🔸Möglichst bald ein Kuscheltier einführen, welches jeden Schlaf begleitet (gibt Sicherheit).

🔸Wirklich schauen, dass man es sich so einfach wie möglich macht und Hilfe holen - Vielleicht kann Papa das Baby mal eine Nacht übernehmen bzw. Abwechselnd (bei Flaschenkindern durchaus möglich, wenn es nicht mehr geht)... Tagsüber mal schlafen (und bei drei Kindern weiß ich, das ist wirklich kaum möglich, aber immer mal wieder)... Beim stillen dösen oder beim Flascherl geben... Haushaltshilfe, wenn leistbar... Urlaub bei Oma... Usw... Auch das gehört meiner Meinung nach gut individuell angesehen, was für die jeweilige Mama gut passt. 

🔸Gut überlegen und definieren, wie DU BZW IHR es haben wollt! Will ich, dass mein Baby abends allein einschläft oder kann ich gut damit, dass ich es eventuell Jahre begleiten muss... Will ich, dass mein Baby abends früh schlafen geht, damit ich ein paar Stunden für mich habe oder kann ich gut damit, dass es mit mir schlafen geht... Usw. Je nachdem sind andere Vorgehensweise notwendig und alles bedingt etwas... Ich kann es nicht einmal so und einmal so haben... Zumindest nicht anfangs... 

 

Wir haben uns z.B für eine Bettzeit zwischen 19 und 19:30 Uhr entschieden. Das bedeutet aber auch, dass ich da für einige Monate zu Hause sein muss und dass ich dann um halb 6/6 Uhr aufstehen muss. Alles kann man meistens nicht haben 😂... 

 

ALLES GEHT VORBEI... 

In diesem Sinne 

 

Soweit das Wichtigste...Wenn du Fragen hast, melde dich gerne.