„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ (Christian Morgenstern)

 

Psychosomatik bedeutet, dass es eine Wechselbeziehung zwischen körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren bei Krankheiten gibt. Mit einfachen Worten: Alle körperlichen Beschwerden (Krankheiten) haben eine psychische und/oder soziale Ursache bzw. alle psychischen Erkrankungen haben Auswirkungen auf den Körper und das soziale Leben..

 

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) weiß man seit tausenden von Jahren, was langsam Einzug in unsere westliche Welt findet: Körper und Seele sind eine Einheit. JEDER Gedanke erzeugt eine körperliche Reaktion und jede körperliche Reaktion bzw. jedes körperliche Gebrechen erzeugt ein Gefühl, was wiederrum Gedanken erzeugt, usw.

 

Ein paar Beispiele zur Veranschaulichung:

 

Simone hat vor drei Wochen ihren Job verloren und ist auf bisher erfolgloser Jobsuche. Zusätzlich zur finanziellen Belastung, der psychischen Belastung durch Arbeitsplatzverlust und erfolgloser Jobsuche nimmt sie immer mehr ab, weil sie ständig Magenschmerzen hat.

 

Peter ist Manager und hat seit Monaten keinen Arbeitstag unter 14 Stunden. Auch am Wochenende findet er keine Ruhe, ist immer am Mails checken und beantworten. Sein Bauch wird immer größer, weil er ständig Hunger hat und irgendetwas im Vorbeigehen isst.

 

Karin leidet unter Migräne seit ihr Mann sie verlassen hat und sie alleinerziehend ist. Sie war schon bei der Ärztin. Die hat sie zum MRT geschickt, welches keine Auffälligkeiten zeigte. Genauso wenig wie der Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Auch der Bluttest war vollkommen in Ordnung. Sie ist erschöpft.

 

Was haben diese Personen gemeinsam? Sie zeigen körperliche Symptome bei psychischer Belastung.

  • psychische Belastung (=Stress) – Gewichtsabnahme – Frustration/Depression/Essstörung
  • Stress – Gewichtszunahme – Frustration/Depression/Essstörung
  • Angst/Unsicherheit/Überforderung/Einsamkeit – Migräne – Frustration/Erschöpfung

Sie sehen – alles hängt zusammen und am Ende weiß man vielleicht gar nicht mehr, womit alles begonnen hat. Jeder Mensch reagiert anders auf Gefühle/Situationen:

  • Der eine mit Gewichtszunahme, der andere mit Gewichtsabnahme.
  • Der eine mit Migräne, der andere mit Schwindelattacken
  • Der eine mit depressiver Verstimmung und Erschöpfung, der andere mit Bluthochdruck und Ruhelosigkeit
  • Der eine mit Verspannungen im Nacken, der andere mit Rückenschmerzen.
  • Der eine mit Magenschmerzen, der andere mit Darmbeschwerden mit Durchfall/Verstopfung
  • etc.

 

Wichtig ist:

Alle körperlichen Beschwerden haben eine psychische Komponente und alle psychischen Beschwerden wirken sich auch auf den Körper aus.

 

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die diesen Zusammenhang bestätigen. So hat man herausgefunden, dass wir bei starkem Stress oder auch Trauer flacher atmen. Die Lunge wird folglich mit weniger Sauerstoff versorgt und kann dem Körper weniger Sauerstoff zur Verfügung stellen. Dadurch steigt die Gefahr sich mit Infektionskrankheiten anzustecken.

 

Eine andere Studie hat gezeigt, dass sich bei Ärger oder Stress die Magenmuskulatur zusammen krampft und mehr Magensäure ausgeschüttet wird. Das zeigt sich in Sodbrennen, Blähungen oder Übelkeit, was in weiterer Folge zu einem Magengeschwür führen kann. Wenn der Ärger aber adäquat verarbeitet wird und auch, wenn man sich nach einer akuten Stresssituation Entspannung gönnt, schüttet der Magen säurehemmende Stoffe aus und alles ist wieder im Gleichgewicht.

 

ALSO:

Negative Gefühle beeinflussen unseren Körper negativ.

 

ERGO:

Positive Gefühle beeinflussen unseren Körper positiv und wenn ein negatives Gefühl nur kurzzeitig dauert, hat der Körper die Möglichkeit damit umzugehen (mehr dazu im Artikel Glaubenssätze).

 

WAS KÖNNEN SIE SELBST TUN, WENN SIE KÖRPERLICHE ODER PSYCHISCHE BESCHWERDEN HABEN?

 

Das Allerwichtigste ist immer: ab zum Arzt! Wenn Sie unter etwas leiden sollten sie immer vom Arzt abklären lassen, ob etwas körperliches dahinter steckt. Ein Blutbild, eine Gesundenuntersuchung, ein MRT, eine Gastroskopie, usw. bringen Klarheit.

 

Wenn Körperlich alles abgeklärt ist, ist der nächste Schritt zu schauen, wie es zu den Beschwerden gekommen ist. Was ist Ihnen „zu Kopf gestiegen“ oder „auf den Magen geschlagen“? Was führte zu dem Eisenmangel, der Gastritis, usw. Und wenn es keine körperliche Ursachen gibt, dann noch wichtiger – woher kommt dann die Migräne, der Kopfschmerz, die Rückenschmerzen, die Pickel, usw.?

 

Sollten Sie alleine keine Ursache finden können, dann hilft sicher der Weg zu PsychologInnen oder PsychotherapeutInnen. Sie können helfen Ihr Leben zu ordnen und Klarheit zu bekommen.

 

Sollten Sie eine Ursache ausmachen können gilt es, diese Ursache zu verändern. Stress abbauen, Einsamkeit verringern, usw. Wenn Sie nicht gleich wissen wie Sie das machen sollen hilft es ebenfalls sich professionelle Hilfe zu suchen. Sie können dann gemeinsam einen Weg finden, wie Sie weiter kommen und ihre psychischen und/oder körperlichen Beschwerden besser werden oder verschwinden.

 

Eine kleine Unterstützung beim Abbau von Stress und zur Harmonisierung kann Ihnen der Artikel "Energie erhöhen und Gefühle ausgleichen" geben. Wichtig ist immer auch eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen. Lesen Sie mehr darüber bei Nahrungsergänzungsmittel. Ganz interessant könnte für Sie die Mind-Body-Theorie sein: Mind Body Medizin - Was ist das?

 

ZUM ABSCHLUSS:

In jedem Fall ist es wichtig, dass es uns gut geht, wir uns wohl fühlen, gelassen, energiegeladen und glücklich sind, dass wir unsere Psyche mit positiven Gefühlen und Gedanken speisen. Wir müssen unseren Körper ausreichen bewegen und nährstoffreich Essen. Wir müssen uns um Körper und Psyche kümmern, denn Sie sind eine Einheit und funktionieren als eine Einheit.

 

Bei Fragen kontaktieren Sie mich! Ich freue mich auch über Kommentare :).