„Klar habe ich zugenommen. Ich wog mal 3500g.“ (Unbekannt)

 

Die Setpoint Theorie stammt aus den 80iger und 90iger Jahren. Sie erklärt, warum es vielen nicht gelingt, dauerhaft an Gewicht zu verlieren und warum die Folge von Diäten immer ein JoJo Effekt ist. In der Setpoint Theorie geht man von einem biologisch festgelegten Wohlfühlgewicht aus. Dieses ist nicht das Gewicht, das Sie sich für Ihren Körper erträumen, sondern das Gewicht, das Ihr Körper aufgrund von biologischen Faktoren hat. Es gibt Menschen, die sind dünn, welche, die sind fester gebaut, welche, die sind groß und welche, die sind klein. Es gibt Menschen mit großen Nasen, welche mit kleinen, welche mit blauen und welche mit grünen Augen, welche, die eher Hüften haben und welche, die eher einen Bauch haben, aber einen kleinen Po…

 

Das Gewicht und die Verteilung von Körperfett wird in dieser Theorie als biologisch gegeben angenommen. Durch eine Diät wird das Gewicht unter dem Setpoint festgelegt, wobei man die natürlichen Vorgänge im Körper massiv stört. Der Körper glaubt in einer Hungersnot zu sein und passt seinen Energieverbrauch dementsprechend an. Man braucht weniger Energie und funktioniert trotzdem, nimmt aber nicht mehr weiter ab. Dafür müsste man die Nahrungsmenge immer mehr reduzieren. Sobald der Körper wieder mehr Nahrung bekommt, legt er diese an, weil er derzeit mit weniger Energie auskommt und erst wieder „lernen“ muss, dass mehr Nahrung da ist. Vorsichtshalber legt er noch ein wenig mehr Fett an, um auf die nächste Hungersnot vorbereitet zu sein. Der Körper ist ein Steinzeitwesen.

 

In der Tabelle möchte ich die Setpoint Theorie veranschaulichen. So ähnlich zu finden bei Pudel und Westenhöfer im Buch „Ernährungspsychologie“:

 

PSYCHOLOGISCHE Ebene

ESSVERHALTEN

PHYSIOLOGISCHE Ebene

ENERGIESTOFFWECHSEL

KÖRPERLICHE Ebene  

GEWICHT

Ungezügeltes unkontrolliertes Essverhalten (Es wird gegessen, wenn man Hunger hat und aufgehört, wenn man satt ist. Wurde zu viel gegessen, isst man automatisch bei der nächsten Mahlzeit weniger. Körper reguliert sein Gewicht selber.) Energieaufnahme entspricht dem Energiebedarf und ergibt eine ausgeglichene Energiebilanz

Körpergewicht ist stabil:

Set-Point-Gewicht

Man ist unzufrieden mit dem Gewicht und reduziert die Nahrungsaufnahme:

Gezügeltes, kontrolliertes Essverhalten (Diät, Fastentage, etc.)

Energieaufnahme ist geringer als der Energieverbrauch, was eine negative Energiebilanz ergibt.

Gewicht sinkt unter den Set-Point.

Schwierigkeiten mit dem Essverhalten (Außenreizabhängigkeit bei der Nahrungsaufnahme, Stressessen, Heiß- und Süßhungerattacken, verzögerte Sättigung)

Energieverbrauch passt sich der niedrigen Energiezufuhr an - man braucht weniger Energie, weil sich der Körper an die geringe Nahrungsaufnahme angepasst hat.

Gewicht ist unterhalb des Set-Points.

Abbruch der Diät

Rückkehrversuch zu normalem Essverhalten

Energieaufnahme ist wieder wie vor der Diät und übersteigt damit den Energieverbrauch, weil dieser vermindert ist. Also ergibt sich eine positive Energiebilanz

Gewichtszunahme bis zum Set-Point und meistens darüber hinaus.

 

Wichtig ist:

Auch Sie haben ein für SIE IDEALES INDIVIDUELLES Körpergewicht und körperliches Erscheinungsbild. Heutzutage kann man viel an sich herumdoktern – Zähne richten, Ohren anlegen, Nasen verkleinern, Fett absaugen, Brust vergrößern, abnehmen etc. All das sind Eingriffe in den Körper!

 

Niemand ist perfekt! Oft laufen wir einer Idealvorstellung nach, um am Ende festzustellen, dass es diese nicht gibt. Oft nehmen Menschen ab und nehmen wieder zu, weil sie ihre Probleme, die hinter ihrer Nahrungsaufnahme stecken, nicht bearbeiten. Oft lassen sich Frauen die Brüste vergrößern, um am Ende unglücklich mit ihrem großen Zeh zu sein.

 

Lernen Sie sich so zu lieben, wie SIE SIND! LERNEN SIE, SICH SO ANZUNEHMEN, WIE SIE SIND!

SIE SIND EINZIGARTIG UND WERTVOLL! Vielleicht interessiert Sie dafür mein Programm: Du bist einzigartig - im GleichGEWICHT mit dir selbst

 

ZUM ABSCHLUSS:

Körper und Psyche sind eine Einheit! Wenn Sie ihren Körper verändern, müssen Sie auch die Psyche „mitnehmen“ und wenn Sie sich um Ihre Psyche kümmern, dann werden Gewichtsprobleme vermutlich von selber verschwinden.

 

Bei Fragen kontaktieren Sie mich! Ich freue mich auch über Kommentare :).

 

Interessant ist für Sie vielleicht auch der Artikel "Essen soll Freude machen".

 

Interessante Literatur:

Ernährungspsychologie“ von Pudel und Westenhöfer

Gesundheitspsychologie“ von Schwarzer