„Wir sind, was wir denken.“ (Buddha)

 

Glaubenssätze bezeichnen unsere persönlichen „Wahrheiten“ und prägen unser Denken, Fühlen und Handeln. Glaubenssätze sind Meinungen und Überzeugungen über uns selber und die Welt, die wir in der Kindheit, Jugend, durch Erlebnisse und Erfahrungen oder auch von anderen Menschen übernommen haben. Sie sind wichtig, weil sie für unser Unterbewusstsein die Welt überschaubarer und einfacher machen. Vielleicht erinnern Sie sich an meinen Artikel über Psychosomatik, wo ich erklärt habe, dass jeder Gedanke ein Gefühl erzeugt und jedes Gefühl eine körperliche Reaktion (siehe: Psychosomatik).

 

 

Ein Problem ergibt sich dann, wenn Glaubenssätze negativ sind, weil: Was wir denken, erzeugt ein Gefühl und dieses Gefühl eine Reaktion und am Ende wird es sich bewahrheiten. Ein bekanntes Beispiel: „Denken Sie nicht an den rosaroten Elefanten im Kühlschrank!“ Was sehen Sie gerade vor Ihrem geistigen Auge?

 

Negative Glaubenssätze sind der/ein Grund für Depressionen, Erfolglosigkeit, Energielosigkeit, Stress und Probleme in diversen Lebensbereichen. Wenn Sie beispielsweise unterbewusst glauben: „Ich bin dick“, dann geben Sie Ihrem Körper das Signal, er solle dick sein. Oder: „Du bist nicht gut genug.“, dann geben Sie Ihrem Körper das Signal, niemals gut genug zu sein. Ihr Unterbewusstsein möchte es Ihnen nämlich immer recht machen.

 

Wenn es Ihnen also nicht gut geht. Sie müde und ausgelaugt sind, erfolglos und eventuell zu dick oder zu dünn sind, Geldmangel haben, ständig krank sind etc., kann es daran liegen, dass in Ihrem Unterbewusstsein negative Glaubenssätze vorherrschen. Sie geben dem Negativen so viel Energie, dass das Positive keinen Platz hat.

 

Was kann man also gegen negative Glaubenssätze machen?

 

Ein Weg ist, dass man seine Glaubenssätze mit Affirmationen quasi überschreibt. Das geht nicht von heute auf morgen, braucht Zeit, Geduld, Übung und beinhaltet natürlich Rückschläge – aber es klappt!

 

Ich möchte Ihnen erklären warum: Im Gehirn gibt es viele neuronale Verbindungen. Je öfter Sie eine neuronale Verbindung denken, desto stärker wird dieser „Nervenstrang“. Wenn Sie jetzt einmal etwas anderes denken, dann ist diese neue Verbindung sehr dünn/schwach und Sie werden automatisch ins alte Muster zurückfallen. Außer Sie stärken und stärken den neuen Strang. Der alte verkümmert, weil er nicht mehr verwendet wird.

 

Veranschaulicht: Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Spazierrunde durch den Wald. Sie nehmen immer den gleichen Weg. Dieser ist gut ausgetreten. Einmal wollen Sie einen neuen Weg gehen. Dieser neue Weg ist aber mühsam, weil lauter Äste, Verwucherungen, etc. im Weg sind. Sie müssen sich durchkämpfen. Leichter ist es natürlich jetzt, wenn Sie beim nächsten Mal wieder den alten Weg gehen. Wenn Sie aber beim neuen Weg bleiben, wird dieser nach und nach angenehmer zu gehen sein und der alte Weg verwuchert und verschwindet.

 

Konkretes Beispiel: Sie denken – „Ich bin dick“. Jetzt sagen Sie sich einmal „Ich bin schlank.“ Ihr Gehirn wird dem nicht viel Aufmerksamkeit schenken, weil sie 20-mal am Tag vorm Spiegel stehen und etwas anderes denken. Wenn Sie allerdings, so oft es geht, nur den ersten Satz mit dem zweiten Satz überschreiben, werden Sie sich bald besser fühlen, weil Sie sich dünner fühlen und sich auch so verhalten, dass Sie abnehmen werden und mit der Zeit wird der neue Satz zutreffen, der andere überschrieben und verwuchern.

 

Soweit alles klar? :)

 

Was sind Affirmationen und wie macht man diese?

 

Affirmationen sind kurze, positiv formulierte Glaubenssätze, die das gewünschte Ziel beinhalten. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „bejahen, beglaubigen“. Also Affirmationen sind kraftvolle Sätze, die positiv formuliert sind und immer wieder wiederholt werden und nach und nach eintreffen und das Leben verändern.

  • Eine Affirmation muss immer positiv formuliert sein!
  • Eine Affirmation darf demnach keine Verneinung (kein keine/kein, nicht, etc.) beinhalten!
  • Eine Affirmation muss so konkret wie möglich sein!
    • z.B. Nicht nur „Ich bin schlank“, sondern „Ich liebe es, mich zu bewegen.“ „Ich ernähre mich bewusst und gesund.“ „Ich liebe meinen Körper so, wie er ist.“ „Ich habe mein Wohlfühlgewicht von 65kg.“ etc.
  • Eine Affirmation muss immer in der Gegenwart formuliert sein, so als wäre es bereits so, weil das Unterbewusstsein keine Vergangenheit oder Zukunft kennt.
  • Eine Affirmation ist kraftvoll, weil sie kein könnte, sollte, etc. beinhaltet sondern ein ICH BIN…, ICH KANN…

 

Affirmationen können Sie zu verschiedenen Themenbereichen formulieren: Selbstwert, Beruf, Familie, Liebe, Gesundheit, Geld, usw.

 

Wie arbeitet man mit Affirmationen?

 

Unser Unterbewusstsein ist immer wach und aufmerksam. Es geht eher darum einen Zeitpunkt oder eine Art zu finden, den Verstand auszuschalten, damit die Sätze ins Unterbewusstsein gelangen können. Wenn Sie beispielsweise brav Ihre Affirmationen schreiben: „Ich bin erfolgreich“, aber sich Ihr Bewusstsein gleichzeitig denkt: „Schön wäre es, aber wieso klappt irgendwie gar nichts?“ wird es nicht gut funktionieren.

 

Deshalb ist es am besten, wenn Sie Affirmationen gleich in der Früh beim Aufstehen oder abends vorm Schlafengehen anhören, aufschreiben oder/und lesen. Da ist der Verstand noch zu müde um als Wächter einzutreten.

 

Eine andere Möglichkeit ist es, die Affirmationen nebenbei beim Sport, beim Kochen, beim Autofahren, beim Putzen, etc. anzuhören, wenn Sie nicht bewusst hinhören. Ihr Unterbewusstsein wird es trotzdem aufnehmen.

 

Ideal ist es, wenn man zu verschiedenen Zeitpunkten auf verschiedene Art und Weisen (anhören, aufschreiben, lesen, laut sprechen) mit den Affirmationen arbeitet. So, wie es für Sie am besten zu Ihrem Leben passt und in Ihren Alltag integrierbar ist.

 

GANZ WICHTIG ist allerdings, dass Sie täglich einmal, im Idealfall sogar zwei mal damit arbeiten.

 

Wie lange dauert es bis zur Wirkung?

 

Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Gut finde ich den Richtwert von 21 Tagen, weil nachgewiesen wurde, dass das Unterbewusstsein und der Körper 21 Tage benötigen, um neue Verhaltensweisen zu lernen/zu verinnerlichen. So zum Beispiel auch bei einer Ernährungsumstellung oder einem Sportprogramm. Nach 21 Tagen hat der Körper neue Verhaltensweisen verinnerlicht.

 

Wichtig finde ich auch Ihnen zu sagen, dass Sie aktiv etwas tun (in diesem Fall anhören, schreiben, lesen der Affirmationen) müssen, damit sich etwas ändert. 21 Tage wird es dauern, bis Sie erste Erfolge merken. In manchen Fällen passiert es früher, in manchen Fällen später. Der Körper braucht einfach Zeit um neue Dinge zu lernen. Es kommt auch darauf an, wie stark Ihre negativen Glaubenssätze sind und die Lebensumstände, in denen Sie sich befinden. ABER: Es funktioniert! Das wurde in zahlreichen Studien bestätigt.

 

Affirmationen können auch immer wieder umgeschrieben und an Ihre Lebenssituation angepasst werden. Wenn Sie beispielsweise gerade arbeitssuchend sind, könnte eine Affirmation lauten:

„Ich bin dankbar für meine wundervolle Tätigkeit, die mich erfreut und die mir immer genügend Zeit für meine Familie, Freunde und meine persönliche und berufliche Entwicklung lässt.“

Wenn Sie einen zufriedenstellenden Job haben, könnten Sie diese Affirmation nach einiger Zeit weglassen und sich einem neuen Thema widmen, einem neuen Wunsch.

 

Sie haben Kinder? Viele negative Glaubenssätze hören wir von unseren Eltern/LehrerInnen und Bezugspersonen. Was kann man tun bzw. welche Glaubenssätze sollte man einem Kind in jedem Fall mitgeben, damit es gewappnet gegen negative Glaubenssätze ist?

  • Du bist gut, so wie du bist.
  • Du bist liebenswert, egal was du tust.
  • Du schaffst alles, was du willst.
  • Alles ist möglich.

 

ZUM ABSCHLUSS:

In jedem Fall ist es wichtig, dass es uns gut geht, wir uns wohl fühlen, gelassen, energiegeladen und glücklich sind, dass wir unsere Psyche mit positiven Gefühlen und Gedanken speisen. Wir müssen unseren Körper ausreichend bewegen und nährstoffreich essen. Wir müssen uns um Körper und Psyche kümmern, denn sie sind eine Einheit und funktionieren als eine Einheit.

 

Bei Fragen oder wenn Sie Ihr Leben positiver gestalten möchten oder Fragen zu Affirmationen haben kontaktieren Sie mich! Ich freue mich auch über Kommentare :).

Vielleicht interessiert Sie auch, wie Sie mit Gedanken und Verhalten Stress reduzieren können - aktiv: MBM - BEHAVIOR (=stressreduzierendes Verhalten)

 

Interessante Literatur:

Die Macht Ihres Unterbewusstseins“ von Dr. Joseph Murphy

Lass dein Leben leuchten“ von Gila van Delden

Erfolgreich wünschen! 7 Regeln wie Träume wahr werden“ von Pierre Franckh