Zutaten:

  • Spaghetti
  • 680g Tomaten Passata
  • 200g Karotten
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Dose Kichererbsen
  • Olivenöl
  • Salz
  • Oregano, Rosmarin, Basilikum, Koriander (gemahlen)

Weitere mögliche Zutaten:

  • Statt Spaghetti kann eine andere Nudelsorte wählen. Für Babys und Kleinkinder sind Spiralnudeln oder Penne leichter zu essen als Spaghetti.
  • Die Frühlingszwiebel kann man durch eine „normale“ Zwiebel ersetzen.
  • Im Sommer kann man die Sauce mit Paprika, Zucchini und frischen Tomaten verfeinern.
  • Kräuter kann man selbstverständlich nach eigenem Geschmack wählen. Auch eine italienische Kräutermischung passt gut.
  • Anstelle der Kichererbsen eignen sich Kidney-, Weiße- oder Käferbohnen.

 

Zubereitung:

  • Spaghetti nach Anleitung auf der Verpackung zubereiten.
  • Zwiebel und Karotten waschen und klein schneiden.
  • Beides in Olivenöl anbraten und mit Tomatenpassata aufgießen.
  • Gewürze und Salz zugeben.
  • Die Sauce so lange auf kleiner Flamme köcheln bis die Karotten weich sind.
  • Inzwischen Kichererbsen in einem Sieb gut waschen und abtropfen lassen. Damit keine Blähstoffe mehr in den Kichererbsen sind, muss man sie so lange waschen, bis sie nicht mehr schäumen.
  • Wenn die Karotten weich sind, die Sauce mit einem Pürierstab pürieren.
  • Die abgetropften Kichererbsen in die Sauce mischen.
  • Auf den Spaghetti anrichten.

 

Servieren:

  • Bei meinem Mann und den Kindern muss es zu Nudeln immer Parmesan geben. Es geht auch ein anderer geriebener Käse. Ich persönlich mag zerbröseltem Feta.
  • Die Kichererbsen-Tomatensauce eignet sich hervorragend zu Reis, Hirse, Polenta oder anderem Getreide.
  • Auch zu Hirselaibchen - meine Lieblinge :), Püreewölkchen (von Babyspeck & Brokkoli) oder Spätzle bzw. Käsespätzle ist sie eine wertvolle Beilage.
  • Man kann die Reste am nächsten Tag als Tomaten-Auflage für Polentapizza nehmen.
  • SEIEN SIE KREATIV und essen Sie Ihre Nudeln einmal mit Hülsenfrüchten anstelle von Fleisch! :)

 

Wirkung nach TCM:

  • Nudeln werden in der TCM nicht besonders positiv bewertet. Sie sind ein stark verarbeitetes Nahrungsmittel, gelten als schwer verdaulich und wirken demnach befeuchtend/verschleimend. Es ist dabei übrigens egal, ob Sie Vollkorn-, Dinkel- oder normale Nudeln verwenden. Empfehlenswert ist Nudeln nur zweimal pro Woche zu essen und dann voll zu genießen. Genießen hilft der Verdauung unglaublich! J Um die verschleimende Wirkung abzuschwächen und den Magen-Darm-Trakt bei der Verdauung zu unterstützen ist es empfehlenswert, die Nudeln mit VIEL Gemüse zu servieren. Fleisch- oder Käsesaucen sollten die Ausnahme sein. Ich mache beispielsweise immer einen großen Topf Tomatensauce – so gute 3-4l. Ein Liter kommt in zwei Gläser für die Vorratskammer und der Rest kommt zu ca. 300g BIO-Fleisch. Also ich verringere die Fleischmenge zugunsten der Gemüsemenge.
  • Meiden sollte man Nudeln wenn man unter Übergewicht leidet oder häufig krank ist.
  • Tomaten wirken nach TCM stark kühlend und sind daher vorwiegend im Sommer empfehlenswert. Gekocht haben sie eine sanft kühlende Wirkung und können das ganze Jahr über gegessen werden. Gut sind Tomaten bei Kopfweh, Sodbrennen (weil sie überhitzten Magen kühlen), roten Augen oder auch Zahnfleischbluten. Wenn Sie ständig frieren, sollten Sie auf Tomaten (und Gurken) eher verzichten bzw. sie am besten gekocht essen.
  • Karotten gelten als Blut- und Qi-aufbauend und helfen bei trockenen Augen, schwacher Verdauung und Infektanfälligkeit.
  • Frühlingszwiebel wirken genauso wie Zwiebel wärmend bis erhitzend. Sie sind aber etwas milder im Geschmack und deshalb bei Kindern beliebter. Zwiebel wirken antibakteriell auf die Schleimhäute und beugen so Infekten vor. Bestimmte Eiweißverbindungen und Flavonoiden senken den Blutdruck und die Blutfette. Enthaltene Senföle fördern den Appetit, weil sie die Magen- und Darmfunktion ankurbeln. Sie unterstützen außerdem Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Nieren und Blase beim Entgiften. Frühlingszwiebel sollen im Gegensatz zu „normalen“ Zwiebel im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort halten sie gut eine Woche. Außerdem sollte man nicht nur die kleinen silberweißen Zwieberl am Ende des Lauchstängels essen, sondern auch den grünen Teil, der besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Er schmeckt außerdem besonders mild. Also immer die ganze Zwiebel verwenden (gut waschen).
  • Kichererbsen stärken die Verdauung (Qi der Mitte), regulieren den Stuhlgang und bauen Blut auf (also gut für die Nieren). Sie sind hervorragend bei Eisenmangel oder bei Darmträgheit.
  • Olivenöl stärkt Niere und Leber, leitet Feuchtigkeit aus und baut Blut auf. Es ist gut für das Gehirn und die Knochen.
  • Salz ist in kleinen Mengen zu empfehlen. In großen Mengen wirkt es zu stark trocknend und kühlend.
  • Oregano gehört zum Metall Element (wie fast alle Kräuter) undtrocknet Schleim. Er eignet sich vor allem bei verschleimtem Husten, Schnupfen und Blähungen.
  • Rosmarin wärmt und hilft bei der Fettverdauung. Durch seine anregende Wirkung ist er gut bei niedrigem Blutdruck und regt den Kreislauf an.
  • Basilikum löst ebenfalls Schleim und wirkt gut zum Aufhellen der Stimmung.
  • Koriander unterstützt in diesem Rezept die Verdauung der Hülsenfrüchte.
  • Allgemein ist die Sauce eher kühlend und für warme Tage geeignet. Durch den hohen Gemüseanteil schwächt sie die verschleimende Wirkung der Nudeln ab.

 

EXTRAWORT ZU NUDELN UND KINDERN:

Die meisten Menschen lieben Nudeln, vor allem Kinder. Sie würden am liebsten täglich Nudeln essen und zwar meistens sogar ohne irgendwas (wie ich als Kind) oder nur mit geriebenem Käse/Parmesan (wie meine). Als Eltern sind wir davon meistens nicht sonderlich begeistert und würden es lieber sehen, wenn die Tomatensauce auch gegessen wird. Tomaten sind allerdings hoch allergen und selbst, wen man keine Allergie oder Histamin Unverträglichkeit hat, vertragen sie viele Menschen nicht gut. Kinder bzw. ihr Körper spürt dass ihnen dieses säuerliche Gemüse wenig gut tut. DESHALB: Weniger ist mehr! Es ist übrigens auch durchaus okay, wenn Sie oder Ihr Kind einmal zu Mittag nur Nudeln essen. Warum nicht? Ich höre Sie schon: „Aber das Gemüse…die Vitamine…“ Was ist damit? Was isst Ihr Kind morgens? Was isst es am Vormittag? Was isst es am Nachmittag und am Abend? Wichtig ist, dass es über den Tag verteilt auch Obst und Gemüse isst. Alternativ können Sie andere Gemüsesaucen versuchen - z.B. Linsensauce oder doch Linsensuppe? oder Bunte Nudeln (mit Ei & Gemüse)

 

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das ist so UNGLAUBLICH WICHTIG: Kinder brauchen entspannte, genussvolle Eltern um ein gesundes, genussvolles Essverhalten zu lernen. Kinder brauchen Eltern, die sie auf Ihre Körpersignale hören lassen, damit sie Vertrauen in sich und ihren Körper entwickeln können. DESHALB: Bieten Sie Ihrem Kind verschiedenes Obst und Gemüse der Saison an! Lassen Sie aber das Kind entscheiden, was es essen möchte. So lernt es auf seinen Körper zu hören und dieser ist Weise!