ZUTATEN:

  • 500-600g Süßkartoffeln                           
  • 100g Kokosmehl
  • 3 Eier
  • 50-100ml Getreidemilch
  • 1TL Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zitronenschalen
  • ½ TL Kurkuma (nach Belieben)                  

 

VARIATIONSMÖGLICHKEITEN:

  • Sie können statt Süßkartoffeln auch Karotten nehmen oder mischen. Mit den Süßkartoffeln wird das Brot süßer (und meiner Meinung nach besser) als mit Karotten.
  • Bei Histaminintoleranz ersetzen Sie die Eier durch Wachteleier oder Chia Eier (1EL Chia Samen + 3EL Wasser für ca. 15 Minuten quellen lassen)
  • Je nach Getreidemilch wird das Brot süßer oder geschmacklich neutraler. Mit Kokos- oder Hirsemilch wird es ziemlich süß, während es mit ungesüsster Mandelmilch eher neutraler im Geschmack ist. Probieren Sie, was Ihnen schmeckt. Ich esse das Brot gerne als Kuchen, deshalb mag ich es süßer.

 

ZUBEREITUNG:

  • Schälen und dünsten Sie die geschnittenen Süßkartoffeln etwa 15 Minuten weich.
  • Pürieren Sie die weichen Süßkartoffeln und fügen alle weiteren Zutaten dazu.
  • Machen Sie einen homogenen Teig daraus.
  • Fetten Sie eine Kastenform gut ein oder legen Sie diese mit einem Backpapier aus.
  • Geben Sie den Teig in die Kastenform.
  • Bei 180°C Umluft für 50 Minuten backen. Oft wird das Brot oben schon schwarz – einfach beobachten und eventuell ein Backpapier darüber legen. Zum Schluss den Stäbchentest machen.

 

INFORMATIONEN ZUM GERICHT:

Süßkartoffeln stärken die Mitte, also den Magen und das Yin, also die guten Körpersäfte wie Blut, Schweiß, Gelenkschmiere und Co. Demnach sind Süßkartoffeln empfehlenswert bei einer Schwäche des Magens, Kurzatmigkeit, Säftemangel, Blutmangel, Magersucht – Auszehrung, Gewichtsverlust und trockener Haut sowie trockenen Schleimhäuten. Achtung: Übermäßiger Verzehr kann zu Nahrungsstagnationen im Magen führen. Deshalb sollte man Süßkartoffeln immer mit „bewegenden“ Kräutern und Gewürzen essen.

Kokosmehl ist ein sehr gut verträgliches Mehl für Menschen mit Zöliakie oder einem empfindlichen Verdauungssystem. Kokosmehl besteht aus frischem Kokosnussfleisch, welches getrocknet, entölt und gemahlen wird. Im Vergleich zu Kokosmehl enthalten Kokosraspeln noch das Öl, sind also nährstoffreicher. Das Fett, welches dem Kokosnussfleisch entnommen wird, wird in Form von Kokosöl verkauft. Ursprünglich war Kokosmehl also ein Abfallprodukt.

Kokosmehl ist cholesterinarm, sehr Ballaststoff- und Eiweißreich, phytin- und glutenfrei.

Kokosmehl eignet sich vor allem zum Backen und für Süßspeisen, weil man sich durch den süßlichen Geschmack Zucker spart.

Vorsicht ist geboten, weil Kokosmehl eine enorme Saugkraft hat. In kleiner Menge kann man es gut als Bindemittel in Saucen, Eintöpfen, etc. verwenden, aber in zu großer Menge braucht es mehr Flüssigkeit. Also bitte nicht einfach das Mehl im Rezept durch Kokosmehl ersetzen. Durch das fehlende Gluten würde alles auseinanderfallen. Da braucht es dann noch Speisestärke oder irgendein anderes Bindemittel.

Das Süßkartoffelbrot ist EXTREM gut für alle Menschen mit Unverträglichkeiten oder geschwächter Verdauung/geschwächtem Körper geeignet. Es wird von fast allen Menschen gut vertragen – egal welche Unverträglichkeit.

Unverträglichkeiten sind übrigens ein Zeichen einer geschwächten Mitte, also eines geschwächten Erd-Elements. Kinder haben bis zum 7. Lebensjahr (laut TCM) generell eine schwache Mitte, welche mit "einfacher", Mitte-stärkender Kost, aufgebaut werden sollte/kann. Kinder machen das übrigens instinktiv. Der Instinkt geht mit zu viel Zucker, Süßigkeiten, Fertigprodukten und hochverarbeiteten Produkten allerdings verloren.

Unverträglichkeiten entstehen also aufgrund einer schwachen Mitte und sind im Steigen begriffen. Immer mehr Menschen leiden an Unverträglichkeiten. Eine Erklärung ist, dass die Mitte von Kindern ab 1970/1980 durch das steigende Angebot an Zucker und Fertigprodukten nicht mehr ausreichend gestärkt wurde. Bei Erwachsenen (und auch Kindern) kann der derzeitige Lebensstil die Mitte schwächen – falsche Ernährung, chronische Krankheiten (die oft ebenfalls durch eine schwache Mitte entstehen), Überarbeitung, geistige Überanstrengung, Bewegungsmangel, zu viel Druck und Disziplin und Stress. Eine schwache Mitte kann auch angeboren sein. Bei Kindern merkt man eine schwache Mitte durch häufige Bauchschmerzen, Hautproblemen, Infektanfälligkeit und Schlafproblemen.

Bei Unverträglichkeiten und Kindern gilt es also das Erd-Element zu stärken. Die Farbe des Erd-Elements ist gelb und der zugehörende Geschmack ist süß (natursüß!). Der natursüße Geschmack nährt, stärkt und baut den Körper und das Blut auf. Er wirkt entspannend und harmonisierend. Beispiele sind: Karotten, Kartoffeln, Süßkartoffeln, usw. Folgende Rezepte wären gut für die Mitte: Gemüsesuppe und GemüseKRAFTsuppe - Die perfekte Basis, Kürbissauce...Kürbissuppe, Linsensauce oder doch Linsensuppe?, Milchreis, Rote Rüben mit Kokos und Reis, Rote Rüben Gemüse mit Reis oder Hirse, Apfelmus bzw. Fruchtmus, Grießkoch mit Apfelmus, Haferflockenbrei..., Polentamuffins, Polentapizza, Süße Polenta mal ZWEI :), Kräuterpolenta mit Ofenkürbis und Sauerrahm, Süßkartoffelpommes/-chips, Eintopf: Karotten+Kürbis und weißen Bohnen, Hirse – Brei und süße Laibchen – je nach Geschmack :), Hirselaibchen - meine Lieblinge :), Schafskäseauflauf...oder Hirseauflauf, usw. usw. :)

 

Mehr übers Erd-Element lesen Sie hier: Spätsommer & Zwischenjahreszeit - TCM: Element Erde