Zutaten:

  • ca. 100-150g rote Linsen + doppelte Menge Wasser
  • 500g mageres BIO-Faschiertes
  • Zucchini und/oder Karotten (die gekochten Linsen und geraspelte Zucchini/Karotten sollen 500g ausmachen)
  • 30g Hafermark
  • 4 Eier
  • Kreuzkümmel (Mutterkümmel)
  • Kardamom
  • Koriander
  • Salz
  • frische gehackte Kräuter und Gewürze nach Geschmack

 

Weitere mögliche Zutaten:

  • Alternativ zu frischen gekochten Linsen kann man auch Linsen aus der Dose verwenden.
  • Alternatives Gemüse in den Laibchen können auch Mais oder Erbsen sein.
  • Alternativ zu Hafermark kann man auch 10g Chia Samen oder 30g (Vollkorn)Brösel verwenden.
  • Wer es würziger haben möchte kann eine Knoblauchzehe und/oder 1 kleine kleingehackte Zwiebel dazumischen.
  • Für Babys unter einem Jahr: Linsen ohne Gewürze kochen und die Masse erst salzen/würzen, wenn die Laibchen für Ihr Baby entnommen sind.

 

Zubereitung:

  • Mein Grundrezept: Linsen mit der doppelten Menge Wasser und Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom 15 Minuten weich kochen. (Salzen sollten Sie die Linsen erst am Ende der Kochzeit, weil sie sonst nicht so weich werden.)
  • Inzwischen Gemüse raspeln, Kräuter hacken, etc.
  • Eine große Schüssel nehmen und alle Zutaten gut mischen.
  • Laibchen formen und auf ein Backblech legen. Bei 190°C Umluft ca. 20-25 Minuten backen.

 

Servieren:

  • Servieren kann man die Laibchen je nach Jahreszeit und Geschmack:
    • Reis, (Ofen-)Kartoffeln, Polenta, Hirse, Quinoa, etc.
    • gedünstetem Gemüse
    • als Burger
    • auf Salat
    • mit Linsenlaibchen
  • Die Laibchen lassen sich auch gut einfrieren und kurz im Backofen auftauen.
  • Die Laibchen sind bei uns eine beliebte Suppeneinlage.
  • Am Foto sind die Fleischlaibchen mit Reis und Kohlrabi-Gemüse serviert worden. 
  • Extratipp: Wenn Sie ganz heikle Männer oder Kinder zu Hause haben, reduzieren Sie einfach die Linsen- und/oder Gemüsemenge. Ein kleine Menge an Hülsenfrüchten und Gemüse ist besser als gar keines. :)
  • SEIEN SIE KREATIV und kosten Sie sich durch! :)

 

Wirkung nach TCM:

  • Linsen zählt die TCM zum Wasser-Element, womit sie einen Bezug zu Nieren, Milz und Herz haben. Linsen stärken die Verdauung, regulieren unseren Stuhlgang, bauen Blut auf und leiten Feuchtigkeit aus. Empfehlenswert sind Linsen bei Nierenschwäche, in der Schwangerschaft und bei Kreislaufschwäche. Wenn man davon (generell Hülsenfrüchten) Blähungen bekommt, verwenden Sie erst eine geringe Menge Linsen, die sie langsam steigern, um sich an sie zu gewöhnen. Wenn man mindestens zwei mal pro Woche Hülsenfrüchte isst, gewöhnt sich der Darm daran und produziert Darmbakterien, die beim Verdauen von Hülsenfrüchten helfen. Mit der Zeit verträgt man größere Mengen.
  • Karotten gelten ebenfalls als Blut- und Qi-aufbauend und helfen bei trockenen Augen, schwacher Verdauung und Infektanfälligkeit.
  • Zucchini kühlen das Blut und leiten Hitze aus. Damit sind auch Zucchini das ideale Sommergemüse.
  • Fleisch wirkt nach TCM wärmend und stärkt besonders Magen und Milz. Es baut Blut, Qi, Yin und Yang auf. Man sollte eher weniger Fleisch essen, wenn man einen hohen Blutdruck hat, roten Kopf, hohe Cholesterin- und Blutfettwerte, Akne und Übergewicht. Bei Müdigkeit, Erschöpfung, Schwäche und Untergewicht wird Fleisch in kleinen Mengen empfohlen.
  • Faschiertes besteht meistens aus Rind- und Schweinefleisch. Rindfleisch wirkt wärmend und ist gut bei Energiemangel, schwachem Stoffwechsel, Gewichtsverlust, Muskelschwäche und Eisenmangel.
  • Schweinefleisch ist thermisch neutral und stärkt Niere, Leber und Milz. Es wird empfohlen bei Nervosität, Schwäche und Trockenheitssymptomen wie Verstopfung, trockenem Husten oder trockenen Schleimhäuten. Im Umkehrschluss sollte man Schweinefleisch meiden, wenn man Feuchtigkeitsprobleme wie Rheuma, Gicht oder Übergewicht hat.
  • Eier befeuchten die Lunge und bauen das Blut auf. Sie sind gut bei Halsschmerzen, Herzklopfen, Nervosität, Untergewicht, nach Geburt, nach Regelblutung und bei Eisenmangel. Auf Eier verzichten sollte man, wenn man akut krank ist.
  • Hafermark wirkt wie Hafer wärmend, kräftigend und stärkt die Verdauung sowie das Immunsystem (nähere Informationen beim Rezept Haferflockenbrei).
  • Kreuzkümmel, Kardamom und Koriander unterstützen die Verdauung von Hülsenfrüchten. Sie wirken antiblähend.
  • Salz ist in kleinen Mengen zu empfehlen. In großen Mengen wirkt es zu stark trocknend und kühlend.