Zutaten:

  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 2 EL Chia Samen + 4EL Wasser – 15 Minuten einweichen
  • 3 reife Bananen
  • 100g Kokosöl
  • 2TL Weinstein Backpulver
  • 1TL Zimt
  • 1TL Vanille (Bourbon)
  • 50g gehackte Walnusskerne
  • 30g Ahornsirup

 

VARIATIONSMÖGLICHKEITEN:

  • Man kann natürlich auch ein anderes Mehl verwenden.
  • Statt der eingeweichten Chia Samen kann man ein Ei verwenden.
  • Wenn man sehr reife Bananen hat oder ein Kleinkind unter 1-2 Jahren lässt man den Ahornsirup besser ganz weg. Ich mache ihn, wenn ich ihn als Jause für den Kindergarten backe, ohne Sirup, weil dort auf gesunde Ernährung geachtet wird, was ich sehr schätze. Wenn ich ihn für Gäste mache, gebe ich Ahornsirup dazu.
  • Anstelle von Ahornsirup kann man Reissirup oder Honig verwenden.

 

Zubereitung:

  • Chiasamen in 4EL Wasser für mindestens 15 Minuten einweichen.
  • Mehl, Walnusskerne, Backpulver, Zimt und Vanille verrühren.
  • Kokosöl schmelzen, zerdrückte Bananen, Ahornsirup und Chia Samen vermischen – mixen.
  • Trockenen Zutaten zu den matschigen Zutaten geben und alles gut durchrühren.
  • In eine Kastenform (gefettet/gebröselt) geben und mit ein paar gehackten Walnüsskernen bestreuen.
  • Ca. 50 Minuten bei 180°C Umluft backen. Nach etwa 30 Minuten sollte man ein Backpapier auf die Form legen, weil sonst die Oberseite zu dunkel wird.
  • Stäbchentest durchführen. Wenn nicht mehr viel kleben bleibt den Backofen abschalten und noch 10 Minuten nachziehen lassen. Ein bisschen was bleibt aufgrund der saftigen Zutaten immer kleben.
  • Herausnehmen und abkühlen lassen. Idealerweise schneidet man den Kuchen erst abgekühlt.

 

Wirkung nach TCM:

  • Mehl wirkt in der TCM verschleimend. Dinkelmehl ist weniger verschleimend und sollte bevorzugt verwendet werden. Man sollte auch Tage in der Woche haben, in denen man ganz auf Mehl verzichtet.
  • Chia Samen gelten derzeit als DAS Superfood. Ich halte nicht viel von Superfood, sondern von ausgewogener, abwechslungsreicher Ernährung. Chia Samen können eine gesunde Ernährung ergänzen, sind aber nicht zwingend notwendig, um sich gut zu ernähren. Chia Samen enthalten doppelt so viel Eiweiß wie andere Samen oder Getreidesorten und liefern Omega-3-Fettsäuren. Der Kalzium Gehalt ist vor allem für Veganer interessant. In diesem Rezept ersetzen sie das Ei. Es war ein Versuch meinerseits einmal ein „Chia-Ei“ anstelle eines normalen Ei’s zu verwenden.
  • Bananen wirken stark kühlend und verschleimend und sollten nicht öfter als zwei Mal pro Woche gegessen werden. Durch die Zubereitung im Backofen sind sie weniger kühlend und bekömmlicher.
  • Kokosöl bzw. Kokosfett hat als natives Kokosöl noch den Geschmack nach Kokosnuss und ist wertvoller als das herkömmliche Kokosfett, welches meist geschmacklos ist. Wichtig ist, dass Sie ein „unraffiniertes“ Fett kaufen. Derzeit ist Kokosöl als Superfood angepriesen, weil es scheinbar gegen Viren und Bakterien wirkt. Auch hier gilt: ein Nahrungsmittel kann einen nicht gesund machen oder gesund halten. Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet verschiedene Fette und Nahrungsmittel und die Vielfalt erhöht die Gesundheit.
  • Zimt ist stark wärmend und gut bei kalten Füßen, bei schwachem Stoffwechsel oder auch unerfülltem Kinderwunsch. Vorsichtig sein sollte man mit Zimt, wenn man zu Hitze neigt, also bei Sodbrennen, Akne, Nachtschweiß, hohem Blutdruck, Verstopfung, etc.
  • Vanille harmonisiert, entspannt und beruhigt die Nerven.
  • Weinstein Backpulver ist die natürliche Alternative zu Backpulver. Es wird aus natürlicher Weinsteinsäure hergestellt. Herkömmliches Backpulver wird aus dem künstlichen Säurungsmittel Phosphat gemacht.
  • Walnusskerne sind reich an Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Kohlenhydraten, Zink (deshalb gut fürs Immunsystem), Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen sowie Fluor und Jod. Dadurch, dass die Kerne aussehen wie zwei Gehirnhälften sagt man in der westlichen Ernährungslehre, dass sie gut fürs Gedächtnis sind. Wenn Sie Walnüsse über Nacht einweichen, platzen die Zellwände im Inneren auf und es werden Enzyme aktiviert, die noch besser bekömmlich sind. In der TCM stärken Walnüsse vor allem die Nieren und die Lunge, also das Immunsystem. Empfehlenswert sind Walnüsse bei innerer Kälte (kalten Füßen, kaltem Rücken, etc.), Rückenschwäche, Rückenschmerzen, Hüftproblemen, Knieschmerzen, häufigem Harndrang (vor allem Nachts), Husten, bei Impotenz und Unfruchtbarkeit, bei Anämie/Blutmangel, trockener Haut und Stuhl (Verstopfung), etc. Vorsichtig sein sollte man mit Walnüssen nur, wenn man allergisch ist. Es können dann beispielsweise Aphten im Mund (= kleine Bläschen) entstehen. Wenn man im Mund ein unangenehmes Gefühl bemerkt hat man in jedem Fall genug gegessen.
  • Ahornsirup ist ein natürliches Süßungsmittel. Er besteht zu ca. 60% aus Saccarose, ansonsten aus Fruktose und Glukose. Ahornsirup ist empfehlenswerter als weißer Zucker, weil er auch Nährstoffe wie Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium enthält. In der TCM stärkt Ahornsirup Milz, Lunge und Magen. Er kräftigt die Lebensenergie Qi und die Immunabwehr. Meiden sollte man Ahornsirup (wie alle Süßungsmittel) bei Nässe/Feuchtigkeit und Schleim. Wie immer: Ein bisschen ist gut, zu viel ungesund.

 

EXTRAWORT ZU ALTERNATIVEN SÜSSUNGSMITTELN:

 

Ich habe bereits in meinem Blog-Artikel ausführlich über Zucker geschrieben und auch Tipps für den Umgang mit weißem Zucker gegeben – Zucker & Süßwaren

In letzter Zeit fällt mir auf, dass Zucker extrem verteufelt wird. Dafür wird großzügig mit Birkenzucker (Xylit), Kokosblütenzucker, Reissirup, Gerstensirup und Ahornsirup geworben. Es wird suggeriert, dass wenn man natürliche Süßungsmittel verwendet, man etwas für seine Gesundheit tut. Es gibt unzählige Artikel über die positiven Wirkungen von Xylit und Co. Ich möchte hier AUFKLÄREN:

 

Natürliche Süßungsmittel sind gesünder als industriell stark verarbeiteter weißer Zucker – JA, ABER im Übermaß genossen bzw. in der Mengen wie heute Zucker verwendet und konsumiert wird, sind auch natürliche Süßungsmittel ungesund. Darüber hinaus darf man nicht vergessen: Xylit ist ein industriell stark verarbeitetes Produkt.

 

In der TCM ist es übrigens so, dass alle Süßungsmittel die gleiche Wirkung haben – sie befeuchten und verschleimen. Das ist okay, Süßes entspannt ja auch...ABER gut ist dies nur in geringer Menge!

 

Auch in der seriösen westlichen Ernährungslehre/Forschung sieht man es so: Wären natürliche Süßungsmittel so wie weißer Zucker überall drin und würden wir so viel davon essen wie vom normalen weißen Zucker, wären auch diese UNGESUND.

 

DESHALB: Ersetzen Sie normalen Zucker so oft es geht durch natürliche Süßungsmittel – im Idealfall die, die wenig industriell verarbeitet sind wie Honig (!!! – wohl am natürlichsten) oder Ahornsirup, etc. Aber verwenden Sie auch diese mit Bedacht UND REDUZIEREN SIE TROTZDEM GENERELL DEN KONSUM VON SÜSSWAREN und wenn sie normalen Zucker essen - GENIESSEN SIE!