• Alexandra Lang

BASICS gesunder Ernährung...


DER Vorsatz vieler Menschen ist: "Ich möchte mich gesünder ernähren."


Wenn ich dann frage: "Was ist denn für dich gesunde Ernährung?" bekomme ich die Antwort: "Viel Gemüse essen, Vollkornprodukte, nichts Süßes." Oder aber ich bekomme ganz interessante ominöse Theorien darüber, was gesund ist.


Mein Ziel ist es: GESUNDE ERNÄHRUNG GREIFBARER zu machen. Ich möchte zeigen, dass gesunde Ernährung GENUSS sein kann und vor allem - so INDIVIDUELL ist, wie es Menschen auf dieser Welt gibt!



ERNÄHRUNG und ESSEN ist nicht das Gleiche UND etwas sehr INDIVIDUELLES!



In diesem Blog Artikel geht es vorwiegend um die Ernährung (das WAS gegessen wird) und weniger um Essen (WIE gegessen wird). Anmerkung: Infos über den Unterschied bekommst du im Blog Artikel - HIER.



Ich beschäftige mich mittlerweile über 20 Jahre mit Ernährung und Ess(verhalten), habe viel Theorie gelernt und Praxis erworben. Ganz spannend finde ich, dass die Basis einer gesunden Ernährung in allen SERIÖSEN Ernährungsweisen und Ernährungsempfehlungen – egal ob westliche Ernährungswissenschaft, TCM, Ayurveda, etc. – ähnlich sind.


Ich halte mich daher bei meinen Empfehlungen an die BASICS! Und diese Basics möchte ich dir heute an die Hand geben. Du wirst sehen: Gesunde Ernährung ist easy cheesy - sehr flexibel und absolut nicht dogmatisch.



Ernährung soll eine gute Basis sein, um Körper und Seele zuzuführen, was du benötigst, um dich wohl und gesund zu fühlen. Es ist wichtig INDIVIDUELL zu schauen, was du brauchst. Ernährung ist nämlich abhängig von den Jahreszeiten, dem Klima und den Zyklen der Natur. Ziel sollte sein größtmögliche Harmonie im Menschen bzw. zwischen Menschen bzw. zwischen Mensch und Natur zu erreichen. Im Frühjahr gibt es demnach viele aufbauende Gerichte nach dem langen Winter. Im Sommer stehen kühlende Gemüse- und Obstsorten am Speiseplan. Im Herbst wird das Immunsystem für den Winter gestärkt und im Winter gibt es wärmende, nährende Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, etc.



Neben diesen allgemeingültigen Richtlinien ist es wichtig zu berücksichtigen, dass jeder Mensch sich immer im Wandel befindet – im Wandel der Jahreszeiten, seines Lebensalters und der Bedingungen, in denen er lebt. Was einem Menschen gut tut, kann beim anderen Schmerzen verursachen, Beschwerden machen und (lebensbedrohlichen) Schaden zur Folge haben. Was für Kinder angemessen ist, ist für Erwachsene vielleicht unpassend.



Beispiel: Der „gesunde“ Apfel: „An apple a day keeps the doctor away.“ Iss täglich einen Apfel, er ist furchtbar gesund, enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente! Viele Menschen tun das. Sie leiden aber an aufgeblähtem Bauch, Bauchkrämpfen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Infektanfälligkeit, usw. Sie wissen nicht, woran das liegen könnte, sie essen doch einen Apfel am Tag. Allerdings und das mag neu sein – viele Menschen vertragen einen rohen Apfel schlecht oder gar nicht. Der Magen hat sehr viel Arbeit damit, ihn zu verdauen und braucht alle Inhaltsstoffe des Apfels, um ihn zu verarbeiten. Die Folge ist, dass keiner der gesunden Inhaltsstoffe im Körper ankommt, um ihn zu stärken.


DESHALB: Die Basis der Ernährung sollen zwar Gemüse, Getreide und Obst bilden, allerdings so, wie es dein Körper verwerten kann, wie es dir gut tut.

Aus hochwertiger Nahrung wird hochwertige Energie und Blut hergestellt, die für die gesunde Funktion des Organismus wichtig ist. Falsche Ernährung führt zu vielen Erkrankungen. Hochwertige Nahrung muss schmecken und Wohlbefinden erzeugen. Ein Essen ist gut, wenn du dich nachher besser fühlst als vorher. Wenn du dich nach einem Essen müde, schläfrig, aufgebläht fühlst oder schwere Beine hast, deutet das darauf hin, dass es nicht gut für deinen Körper ist. Die Verdauung ist vielleicht zu schwach und es braucht zu viel Aufwand, um das Essen zu verdauen. Man kann den Körper mit dem gesündesten Essen krank machen, wenn er es nicht verwerten kann!


So, ich hoffe, das war eindringlich genug, um dich zu motivieren von allem Pseudowissen Abschied zu nehmen, dir den Stress bezüglich gesunder Ernährung zu nehmen und dich neugierig zu machen, was denn nun wirklich wichtig ist.



BASICS GESUNDER ERNÄHRUNG


  • ISS EIN GEKOCHTES (WARMES) FRÜHSTÜCK!

  • KOCHE FRISCH und SELBST - nur so kannst du bestimmen, was in deinem Essen ist - hochwertiges Öl, Gewürze, etc.

  • VERWENDE SAISONALE, REGIONALE, BIOLOGISCHE Nahrungsmittel!

  • Saisonales und regionales Obst und Gemüse schont die Umwelt und kurbelt unsere Wirtschaft an.

  • Saisonales und regionales Obst und Gemüse versorgt uns mit den Nährstoffen, die wir gerade jetzt in diesem Klima/dieser Region brauchen, in dem/der wir uns aufhalten. Im Frühling sind es die reinigen der Kräuter wie Bärlauch und Kresse, die uns nach dem Winter entgiften und uns mit Nährstoffen gegen Frühjahrsmüdigkeit versorgen. Im Sommer sind die kühlenden Tomaten und Gurken eine Wohltat, weil sie uns von innen kühlen. Im Herbst können wir mit Karfiol, Kürbis und Co. unser Immunsystem unterstützen und uns im Winter mit wärmendem Kraut, Kürbis, Kartoffeln und Co. stärken und wärmen.

  • Eine Studie des Forschungsinstituts für biologischen Anbau und Bio Austria der österreichischen Bio Bauernbewegung zeigte, dass Bio Produkte mehr an wertvollen Inhaltsstoffen aufweisen. Außerdem wirken sich biologische Produkte im Anbau positiv auf das Klima und die Umwelt aus. Biologische Lebensmittelproduktion fördert die Produktivität der Böden und ermöglicht Nutztieren ein artgerechtes Leben, steigert die Biodiversität des Saatgutes und begünstigt regionale Entwicklungen. So fand man beispielsweise in BIO-Gemüse mehr Antioxidantien als in herkömmlichem.

  • Vorsicht ist geboten bei der Bezeichnung. Die Lebensmittelindustrie möchte schließlich verkaufen. Deshalb finden Sie klingende Namen für Produkte, die BIO ähnlich sind, welche aber NICHTS mit Bio zu tun haben.

  • Naturnaher Anbau

  • Kontrollierter Anbau

  • Integrierter Anbau

  • Umweltschonende Landwirtschaft

  • Unbehandeltes Produkt

  • Naturrein/Naturnah

  • etc. heißt NICHT BIO!!!



  • ISS Unmengen Gemüse und etwas Obst, in der Form (roh oder gekocht), wie DEIN Körper es gut verwerten kannn.

  • Achte auf AUSREICHEND EIWEISS!!! Dein Eiweißbedarf ist: 0,8g mal Körpergewicht

Beispiel: 60kg schwere Frau hat einen Eiweißbedarf von 48g

Gute Eiweißversorgung reduziert Heißhunger (auf Süßes) und stärkt das Immunsystem.


  • ISS wenig Fleisch und Fisch – wichtig: Fleisch und Fisch sind IN MAßEN sehr wertvolle Nahrungsmittel – westlich: Eiweißquelle – nach TCM: baut Blut und Qi auf (Achte auf BIO Qualität)! Als Portion reichen 1-2 EL.

  • ISS weniger Milchprodukte – Alternative Eiweißquellen: Nüsse, Samen, Kerne, Hülsenfrüchte!

Milchprodukte sind sehr umstritten. In einer gesunden Mischkost dürfen und sollen Milchprodukte durchaus vorkommen. Es würde hier zu weit führen, eine Abhandlung über Milch und Lactose zu schreiben. Einige Punkte zu beachten, reicht bestimmt aus, um einen gesunden Umgang zu pflegen:

  • Reduziere den Konsum von Milchprodukten!

  • Verwende Frischmilch oder Rohmilch (vorher abkochen) anstatt „länger frisch“ Milch!

  • Verwende keine lactosefreien Produkte!

  • Iss keine Milchprodukte, wenn du gerade erkältet oder krank bist!

  • Reduziere Milchprodukte im Herbst/Winter auf ein Minimum – Schlagobers und Butter ausgenommen!

  • Verwende KEINE fettreduzierten Produkte!


  • ISS OFT hochwertiges Eiweiß in Form von Hülsenfrüchten, Nüssen, Kernen und Samen!

  • ISS weniger Brotmahlzeiten – Iss zweimal täglich gekocht/warm – besser: dreimal! Warum? Siehe KOCHTOPFMODELL - LEBENSENERGIE Qi

  • ISS viel gekochtes Getreide (Reis, Polenta, Hirse, Buchweizen, Dinkel, Amaranth, Quinoa,…)!

  • REDUZIERE industriell gefertigte Süßigkeiten, Limonaden, Säfte und Co. auf ein Minimum!

  • VERZICHTE AUF Tiefkühlprodukte, Fertigprodukte und Mikrowelle(nkost)!

Hoch verarbeitet – enthält kein Qi – viele Zusatzstoffe – Zucker oder Zuckeraustauschstoffe – etc.

  • VERWENDE HOCHWERTIGE Fette und Öle (z.B. Hanföl, Leinöl, Kürbiskernöl, Kokosöl, Olivenöl,…)!

  • WÜRZE mit frischen oder getrockneten Kräutern und Gewürzen – REDUZIERE Salz!

  • MACHE mindestens 2-3 GLUTENFREIE TAGE pro Woche!

  • ACHTE beim Mittag- und Abendessen auf das IDEALE TELLER: 1/2 Gemüse, 1/4 Eiweiß, 1/4 Kohlenhydrate plus 1 EL hochwertiges Öl.

  • ISS MIT GENUSS UND NIMM DIR ZEIT ZUM ESSEN!!!


MERKE: ALLES, WAS ZUVIEL DA IST oder zugeführt wird, WIRD IRGENDWANN Probleme verursachen!!!


Ich hoffe, ich konnte dir zeigen, dass "gesunde Genussernährung" ganz einfach ist. Kleine Veränderungen haben oft eine große Wirkung. Gesunde Ernährung hat überhaupt nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit hochwertiger Nahrung!!! Denk immer daran: Was du isst, geht in deinen Körper hinein - Essen ist etwas intimes ;)... Was hast du lieber im Körper: Hochwertiges oder Dreck?


KÖRPER und PSYCHE sind eine EINHEIT. Um gesund zu sein und zu bleiben, müssen wir uns um beide Teile gut kümmern. Dies passiert mit nährstoffreichem, typgerechtem Essen, ausreichend Bewegung und einem liebevollen Umgang mit uns selbst.



Wenn für dich noch Fragen übrig geblieben sind, melde dich gerne.

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