• Alexandra Lang

KRAFTSUPPE - DIE BASIS

Gemüse-/Hühner- oder Rinderkraftsuppe

Gluten-, Fructose- und Lactosefrei, Histaminarm


GRUNDZUTATEN:

  • BIO – Gemüse der Saison:

  • gelbe und rote Karotten

  • Sellerie

  • Pastinaken

  • Petersilie &/oder Petersilienwurzel

  • Frühlingszwiebel, Lauch, Zwiebel

  • Weiteres Gemüse nach deinem Geschmack (Zucchini, Ingwer, Brokkoli, Zwiebel, etc.)

  • Mögliche Gewürze: Liebstöckel, Majoran, Koriander, Kardamom, Rosmarin, Thymian, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, etc.

  • Salz

  • Hochwertiges Pflanzenöl: Rapsöl, Kokosöl, Ghee, etc.


WEITERE MÖGLICHE ZUTATEN und VARIATIONSMÖGLICHKEITEN:

  • Kraftsuppen enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Gerade für Kinder, die wenig Gemüse essen, sind sie optimal zur Versorgung mit diesen Stoffen. Auch, wenn der Bauch streikt aufgrund von Unverträglichkeiten oder Reizdarmsymptomen sind Kraftsuppen eine tolle vollwertige, leicht verdauliche Mahlzeit.

  • Kraftsuppen mit Fleisch sind sehr wärmend, nährend und kräftigend. Sie werden vor allem im Herbst und Winter zum Aufbau des Immunsystems, sowie NACH einer Erkrankung oder Geburt zum Aufbauen empfohlen.

  • Um die Suppe zu einer vollwertigen Mahlzeit zu machen, braucht es Eiweiß. Wenn du also VegetarierIn bist oder die Suppe als vollwertige Mahlzeit in einer Thermoskanne in die Arbeit mitnehmen möchtest, kannst du Hülsenfrüchte mitkochen. Wenn du ein Problem mit Fructose hast, kannst du als Eiweißquelle Sesam oder Hanfsamen mitköcheln oder die Suppe damit bestreuen.

  • Für VeganerInnen und VegetarierInnen eignen sich auch Pilze als Eiweißquelle zum Mitköcheln.

  • Unverträglichkeiten: Kraftsuppen sind gerade bei Unverträglichkeiten sehr empfehlenswert, weil sie die Mitte stärken. ABER ACHTUNG: Bei Histaminintoleranz sollte die Suppe mit Fleisch frisch zubereitet werden. Außerdem ist Lauch und/oder Zwiebel nicht empfehlenswert – achte hier auf die persönliche Verträglichkeit.

  • ABHILFE Bei Histaminproblemen: beim stundenlangen Kochen von Fleisch steigt der Histamingehalt. Du kannst eine Gemüsekraftbrühe zubereiten und zum Schluss für höchstens 1 Stunde das Fleisch mitkochen.


GRUNDREZEPT – GEMÜSE(KRAFT)SUPPE

  • Gemüse gut waschen und klein schneiden – bei Bedarf schälen. Die Vitamine sitzen direkt unter der Schale und viele davon schält man weg. Außerdem sind wertvolle Enzyme, die bei der Verdauung helfen, direkt unter der Schale. Bei einem empfindlichen Magen oder Darm ist es empfehlenswert das Gemüse mit Schale zu essen!

  • Fett in einem großen Topf erhitzen und Gemüse kurz anbraten. Mit ca. 4-5l Wasser aufgießen, Gewürze und Salz hinzufügen und aufkochen. Danach zurückschalten und mindestens 3 Stunden köcheln lassen.

  • Das Gemüse ist nach Verständnis der TCM nach dem langen Kochvorgang „wertlos“, weil alle Inhaltsstoffe in die Suppe übergegangen sind. Das Gemüse schmeckt fad. Du kannst es selbstverständlich trotzdem mitessen, wenn du es nicht entsorgen möchtest. Ich püriere es gerne mit einer kleinen Menge Suppe und mache eine Cremesuppe daraus. Das schmeckt lecker.


GRUNDREZEPT – HÜHNER(KRAFT)SUPPE

  • Hühnerfleisch gut waschen und in einem Topf mit Wasser bedecken. Wasser aufkochen und 2-3 Minuten köcheln lassen. Dann das Fleisch entnehmen und gut waschen. Das Wasser wegschütten und den Topf vom Schaum reinigen.

  • Hühnerfleisch und das gewaschene Gemüse in einen Topf – mit Wasser bedecken – je nach Gemüse und Fleischmenge 3-5l – Gewürze dazu und aufkochen.

  • Suppe 2-3 Stunden köcheln lassen.


ACHTUNG:

FETT ist manchmal eine große Herausforderung – gerade beim Reizdarmsyndrom oder einer Unverträglichkeit. In solchen „sensiblen“ Zeiten empfiehlt es sich, das Fett von der Oberfläche abzuschöpfen. Das geht am besten, wenn die Suppe abgekühlt ist, weil das Fett dann an der Oberfläche hart wird und einfach entnommen werden kann.



WEITERVERWERTUNGSTIPPS:

  • Wenn du eine große Menge gemacht hast, kannst du ein paar Schraubgläser unterschiedlicher Größe mit der noch heißen Suppe befüllen. Gut verschließen und kaltstellen. Die Suppe hält 4-5 Wochen im Kühlschrank.

  • Die Suppe kann als Basis für sämtliche pikante Gerichte verwendet werden. Du kannst damit jegliches Getreide kochen (anstelle von Wasser oder halb Wasser/halb Suppe), Eintöpfe machen, sie als Basis für Cremesuppen oder zum Würzen von Saucen verwenden. Damit brauchst du nie wieder Suppenwürze/Suppenwürfel.


SERVIEREN MIT:

  • Du kannst kurz vor Ende der Kochzeit frisches Gemüse zufügen und dieses nur 10 Minuten köcheln lassen. Dann ist das Gemüse noch knackig.

  • Die Suppe kannst du als Vorspeise oder Abendessen mit diversen Suppeneinlagen servieren: Backerbsen, geröstete Brotstücke, Grießnockerl, Frittaten, Nudeln, Nüsse, Kerne, Fleischlaibchen, Hirselaibchen, Hühnertaler, Fischlaibchen etc.


INFORMATIONEN ZUM GERICHT:

  • Die TCM sieht im langen Kochvorgang die „Transformation der Zutaten in Energie, die dem Körper über das Essen der Kraftsuppe zugeführt wird“.

  • Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, für diese Suppen BIO-Gemüse zu verwenden. Bio-Gemüse ist frei von Dünger und Spritzmitteln, die in die Suppe übergehen würden. Bio-Fleisch kommt von Tieren, die mit Bio-Futter gefüttert wurden.

  • Die lang gekochte Kraftsuppe mit Fleisch spendet dem Körper viel Wärme und Energie, wirkt stärkend, wärmend und belebend. Für Menschen, denen ständig heiß ist und die generell „hitzig“ sind, ist die Fleischkraftsuppe nicht geeignet. Sie erhitzt nämlich zusätzlich.

  • Bei so genannter „leere Hitze“ ist ein Substanzmangel da – da ist Kraftsuppe mit Fleisch sehr wohl empfehlenswert. Allerdings ist Hühnerfleisch oft zu warm, deshalb empfiehlt sich hier Entenfleisch oder Rind.

  • Auch die Gemüsekraftsuppe wirkt wärmend und stärkend.

  • Generell unterstützen Kraftsuppen das Immunsystem.


  • HÜHNERKRAFTSUPPE in der TCM: Sie wird vor allem Müttern nach der Geburt empfohlen. Sie sorgt dafür, dass die Mutter wieder zu Kräften kommt und keine Wochenbettdepression bekommt. Außerdem eignet sich die Suppe hervorragend zum Kräftigen nach einer Erkrankung.


  • HÜHNERKRAFTSUPPE WESTLICH: Ein Kommentar aus der westlichen Ernährungslehre: „Die Kraftsuppe enthält durch die Verwendung von BIO-Gemüse besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe, die sich auf die Gesundheit positiv auswirken“.


  • Geschichtlich: Schon unsere Omas wussten, dass man nach einer Krankheit eine lang gekochte Kraftsuppe braucht. Die stärkende Wirkung der Hühnersuppe ist sogar wissenschaftlich bewiesen.


VORSICHT: Hühnersuppe sollte laut TCM in keinem Fall während einer Erkrankung gegessen werden. Hühnerfleisch „zieht“ den Krankheitserreger tief in den Körper hinein und hält ihn dort. Kraftsuppen nähren und stärken alles, was „da“ ist, in diesem Fall sogar den Krankheitserreger. Es dauert dann länger, bis man wieder gesund wird. Dr. Weidinger beschreibt es wie folgt: Es bleibt der Krankheitserreger tief im Körper drinnen. So fühlt man sich selbst Wochen nach einer Erkrankung noch müde, oft ein Jahr danach. Es gilt dann, den Krankheitserreger zu entfernen und danach den Körper mit einer guten Kraftsuppe aufzubauen.


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